Martin Bihounek

Salzkammergut Trophy – Sprint

Die Salzkammergut Trophy ist ein Rennen, dass man schon wegen der perfekten Organisation fahren sollte. Außerdem ist mein Brötchengeber einer der Hauptsponsoren dieses Events, also konnte ich gar nicht anders, als nach Goisern zu fahren.

Goisern2 by Sportograf.com

Da wir am Freitag schon mit dem Ausstellen unserer Räder in der Expo-Area begannen, fuhr ich am Donnerstag nachmittag Richtung Salzkammergut. Dabei machte ich auch gleich einen Abstecher zu Johann “Pancho” Pöllmann, Laufradguru und DT Swiss Vertrieb in Österreich. Bei einem Schwätzchen mit Kaffee zeigte er mir auch gleich das neueste Steuerbesteck für Racer – muss ich haben!

Am frühen Abend traf ich mich mit René Reidinger und wir fuhren eine flotte Runde über die Ewige Wand und die umliegenden Hügel. Ein teaminternes Ausscheidungsrennen sozusagen. Freitags stand ich die meiste Zeit am Kellys-Stand, fand aber auch noch Zeit eine Runde um den Hallstädter See zu drehen.

Am Samstag war Renntag.

Ich stand schon um halb fünf auf, da ich mir den Start der Extreme-Distanz anschauen wollte. Irgendwie hat es mich schon sehr gereizt hier auch am Start zu stehen, aber das hebe ich mir für nächstes Jahr auf. Kurz bevor die Hunderter auf die Strecke gelassen wurden, rollte ich Richtung Obertraun, wo der Start der C-Strecke war. Die zirka 15 km entlang des Hallstädter Sees waren genau richtig zum Einrollen für das Rennen.

Wir hatten eine kleine Startrunde zu drehen, bevor wir in die Strecke einbogen, die auch von den längeren Distanzen absolviert wurde. Leider schoss mich gleich in der ersten Kurve des Downhills ein Fahrer ab – ich machte einen recht spektakulären Überschlag samt Rad, bei dem zum Glück nicht viel passiert ist. Leider war die Gruppe weg und ich musste alleine Richtung Hallstädter Salzberg fahren. Eigentlich egal, aber ich hätte ein paar Körner sparen können.

Den Salzberg ging ich ruhig an, fand einen ganz guten Tritt und schob den steilen oberen Teil, obwohl ich auch fahren hätte können, aber ich wäre nicht wirklich schneller gewesen. Nach der Labe schmierte die Strecke Richtung Rossalm hinauf. Ich hatte das Gefühl, es geht gar nichts weiter, aber ich fand ein ganz gutes Tempo. Nach der Labe auf der Abfahrt zum Gosausee merkte ich, dass ich zuviel Luft in den Reifen hatte und ich am Schotter nur rutschte. Also blieb ich kurz stehen und ließ ein wenig Luft raus, danach ging´s besser.

Nach der Labe in Gosau kam noch ein längere Anstieg, den ich erst verhalten anging, aber oben hinaus an Tempo zulegen konnte. Auf der Abfahrt hatte ich leider einen Platten. Die Luft war ganz draußen, aber zum Glück konnte eine Patrone den Reifen wieder aufpumpen. Die Latexmilch brauchte allerdings recht lange, bis das Loch gedichtet war. So fuhren mir vier oder fünf Fahrer vorbei.

Ziemlich sauer machte ich mich auf die letzten Kilometer Richtung Ziel in Bad Goisern. Einen Fahrer überholte ich noch, steckte dann im Stau, da die Einradfahrer und die 27 km Fahrer auf meine Strecke einmündeten. Aber im Ziel war ich dann mit meiner Zeit doch zufrieden, das Rennen war für die heurige Saison ganz gut gelaufen und ich hatte nicht mehr so stark das Gefühl hinten nach zu fahren.

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