Einen Tag mit dem Rennrad
Am Wochenende des 10. Juli fuhr ich mein erstes Rennradrennen in der heurigen Saison. Dafür gleich ein 24 Stunden Rennen, allerdings nur in der Staffel. Schauplatz des Geschehens war Grieskirchen in Oberösterreich.
Wirklich groß war meine Motivation nicht ein 24-Stunden-Rennen in einer so großen Staffel zu fahren – zu lange schienen mir die Wartezeiten, bis ich wieder auf die Runde gehen konnte. So kam ich nach dem Start des Rennens um 12 Uhr auch erst vier Stunden später zu meinem ersten Einsatz.
Da ich mir vorher die Strecke noch nicht angeschaut hatte, wusste ich vom Streckenverlauf nur, dass die Runde 21.5 km lang ist und zwei Anstiege enthält. Ich rollte abwartend in der noch großen Gruppe mit, merkte aber an den Anstiegen, dass ich mir sehr leicht tat und dass ich sogar das Tempo vorgeben könnte.
Vor der Nacht hatte ich noch zwei weitere Runden zu fahren – dazwischen war essen, wegen der Hitze viel Trinken und vor allem blöd Reden mit den anderen in unserer riesigen Teamarea angesagt.
In der Nacht kam es zu einem Wechselfehler. Ich sollte auf Gerald Lahmer übergeben – aber er war nicht dabei, also musste ich auf eine weitere Runde. Bei unserem Hauptkonkurrenten war auch keiner zum Wechseln da. Wie sich später herausstellte, sind die beiden ein paar Minuten vor unserer Zieldurchfahrt gestartet – anscheinend in der Nacht schlecht gesehen und das Falsche gehört. Wir bekamen dafür eine 20 minütige Zeitstrafe, was wenig ausmachte, das die Rieder auch 20 Minuten bekamen. Nur die Dritten rückten wieder etwas näher.
In den frühen Morgenstunden merkte ich bei dem Fahrer der Rieder Schwächen, ich wollte aber noch nicht davonziehen, da ich es für zu früh hielt. Allerdings tat genau das Gerry nach mir. Also hatten wir von diesem Zeitpunkt an ein Einzelzeitfahren. Mit jedem Teammitglied vergrößerte sich der Abstand auf die Rieder mehr.
Wir gingen dann als Erste über die Ziellinie – durch die Zeitstrafe hatten wir allerdings leider nicht overall gewonnen, aber das war eigentlich egal. Das Event war toll, die Organisation vom Christian in der großen Teamarea war perfekt – so ein Wirlpool zwischen den Turns kann schon einiges. Mal schaun, ob ich das nächste Jahr wieder in Grieskirchen fahre, vielleicht einmal in einem kleineren Team.




